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1Grundierungen für Werkstoffe

Grundierung für Werkstoffe

Holz

Um das Holz vor allem im Außenbereich zu schützen, ist es wichtig die Oberfläche mit einem Pinsel zu streichen und anschließend gut trocknen zu lassen.

Glas

Die Rückseite der Glasscheibe oder des zu lackierenden Objekts sollte abgeklebt werden um es vor Sprühnebel zu schützen. Danach wird die zu lackierende Fläche gut gereinigt. Jetzt kann lackiert werden in einem Abstand von ca. 20 cm zum Objekt. Nach einer guten Trocknungszeit über Nacht, kann das Glas mit Farbe bearbeitet werden. Ein Spray funktioniert in diesem Fall am besten, da es sich gleichmäßig auf die Oberfläche legt und eine nötige Griffigkeit zur besseren Haftung der nachfolgenden Acrylfarbe gewährleistet ist.

Aluminium

Zum Grundieren von Aluminium werden folgende Gegenstände benötigt:

  • Haftvermittler für Aluminium
  • Dazugehöriges Lack- oder Farbsystem
  • Silikon- und Fettreiniger
  • Farbroller oder Pinsel
  • Lackwanne (mit Abstreifmöglichkeit)
  • Tuch zum Staub binden

Der Haftvermittler kann entweder mit dem Pinsel oder der Rolle aufgetragen werden. Es gibt aber auch spezielle Alugrundierungen in Spraydosen. Nach der Grundierung des Aluminiums muss der Haftvermittler nach den Herstelleranweisungen trocknen, bevor er weiter verarbeitet werden kann.

Kunststoff

Es ist wichtig darauf zu achten, dass Rolle oder Pinsel unbedingt für Lacke geeignet sind und auf keinen Fall die Pinsel und Rollen für die Wandfarbe verwendet werden.
Der Kunststoff-Haftvermittler sorgt dafür, dass der nachfolgende Lackauftrag besser haftet auf den Kunststoffoberflächen wie zum Beispiel Spoiler, Kunststoff-Stoßstangen, Außenspiegel aus Kunststoff usw. Mittlerweile gibt es auch Grundierungen und Farbe in einem Produkt vereint. Die Oberfläche wird anschließend mit Klarlack veredelt.

Metall

Mit einem Rostschutzgrund werden Flächen von neuem Metall vorbehandelt. Handelt es sich um entrostetes, altes Metall, müssen erst Löcher die durch Rostfraß entstanden sind verspachtelt werden bevor sie grundiert werden.

Der Metallreinger wird mit einem Pinsel oder Roller aufgetragen, dann mit klarem Wasser abgewaschen und gut trocknen gelassen. Die auf Raumtemperatur erwärmte Dose mit Metallschutzlack öffnen und sorgfältig umrühren. Der Metallschutzlack wird mit einem Lackierpinsel aufgetragen und dann wiederum trocknen gelassen. Nach mindestens vier Stunden kann die zweite Schicht aufgetragen werden.

2Grundierungen im Handwerk

Grundierung bei OBI

Fassade

Bei der Fassade lässt sich eine Grundierung am besten mit einer Bürste angenehm und spritzarm verarbeiten. Ein einmaliger Anstrich reicht da aus, da sonst zu viel Tiefgrund eine Trennschicht zwischen Wand und Farbe bilden würde. Ist die Grundierung gut getrocknet, kann mit dem streichen der Fassade begonnen werden.

Wände/Decken

Die Grundierungen werden am besten mit einer Bürste oder einem Quast aufgetragen. Der Vorteil daran ist, dass die Grundierung tief in die Wand eingearbeitet werden kann und nicht nur oberflächlich wirkt. Außerdem ist diese Verarbeitungsmethode angenehm und es wird weniger gespritzt beim Verarbeiten. Ein gleichmäßiger Auftrag ist wichtig und eine Tropfenbildung zu vermeiden. Ob die Grundierung verdünnt oder unverdünnt aufgetragen wird, hängt immer von der Beschaffenheit des Untergrundes ab, wie auch die Anzahl der Anstriche.

Ein einmaliger Anstrich reicht bei einer Grundierung aus, da sonst zu viel Tiefgrund zwischen Wand und Farbe eine Trennschicht bilden kann. Ist die Grundierung über Nacht getrocknet, kann die Wand mit der Farbe ihrer Wahl gestrichen werden.

Fliesen

Nach dem der Untergrund Staub-, Fett- und Schmutzfrei ist, kann die Fliese grundiert werden. Gibt es mehrere Unebenheiten oder Schadstellen bei der Fliese, sollte die Grundierung in mehreren Arbeitsschritten erfolgen. Ausschlaggebend ist auch die Saugkraft und die Beschaffenheit des Untergrundes. Bei Beton oder Gipskarton-Platten wird idealerweise zwei Mal eine lösemittelhaltige Fliesen-Grundierung aufgetragen. Beim ersten Auftrag sollte die Grundierung verdünnt und beim Zweiten Aufstrich unverdünnt aufgetragen werden. Dieser Auftrag gelingt am besten mit einer Deckenbürste.
Bei neuen, noch feuchten Betonböden darf keinesfalls eine Fliesen-Grundierung erfolgen. Hier ist es wichtig, den Boden austrocknen zu lassen und dann auf der sauberen Fläche direkt mit dem Fliesenkleber zu arbeiten.

Tapeten

Mit einer Malerrolle oder einem Quast können die meisten Produkte aufgetragen werden. Es ist einfach eine Typfrage und für jeden individuell. Bekommt die Zimmerdecke einen Auftrag mit Tiefengrund, ist daran zu denken, dass dieser meist sehr flüssig ist.
Wichtig ist, dass der Haftgrund gut geschüttelt wird in der Flasche oder bei einem Eimer mit einem Rührstab gut durchgerührt wird. Die Herstelleranleitung ist durchzulesen, denn es gibt auch Produkte die sind nur Konzentrate und müssen noch mit einer bestimmten Menge Wasser verdünnt werden.

Hässliche graue Flecken auf Oberflächen können bei Tiefengrund ohne Lösungsmittel entstehen. Deshalb sollten Tür- und Fensterrahmen unbedingt mit Folie und Malerkrepp abgeklebt werden. Den Boden besser mit Malervlies auslegen, da bei nasser Folie Rutschgefahr bestehen würde.

Im Bodenbereich sollte nur wenig Tiefengrund aufgetragen werden, da überschüssige Bindemittel bei späterer Behandlung zu Problemen führen könnte. Eine gute Belüftung im Innenbereich ist ebenso wichtig, wie eine Atemmaske oder Mundschutz. Eine Lüftung auch in den Wochen nach dem Anstrich ist sehr wichtig.

Putz

Ein leichteres arbeiten ist es, wenn man eine Putzgrundierung verwendet und diese mit Bürste oder Rolle aufträgt. Darunter wäre von Vorteil, einen lösungsmittelfreien Haftgrund zu benutzen. Denn neben der geringen Saugfähigkeit des Untergrundes, dient die Grundierung dem Putz als sogenannter Haftvermittler. Viel leichter und künstlerischer lässt sich danach die Oberfläche gestalten.

Geht bei dem Arbeiten mit der Putz Grundierung mal was daneben, unbedingt sofort mit reichlich Wasser entfernen sonst bleiben unschöne Flecken zurück.

Lack

Für eine optimale Haftung zwischen Untergrund und Füller bzw. Decklack, sorgt die Grundierung. Diese wird zunächst an Ecken und Kanten und dann in gleichmäßigen, waagrechten, überlappenden Lackierbewegungen aufgetragen. Darauf achten, dass die Grundierung nicht zu dick aufgetragen wird sonst kommt es zu Rotznasen. Wird zu dünn aufgetragen, kann das Ergebnis zu rauh werden. Optimal ist es auf einem Stück Pappe zu üben.

Im rechten Winkel zum Objekt sollte die Pistole in einem Abstand von 15-20 cm gehalten werden. Wichtig ist, auch über den Rand hinaus zu spritzen, damit die Ecken und Kanten genug Grundierung abbekommen. Bei Hohlräumen und Ecken die Pistole auf Punktstrahl stellen und wenn die Pistole das nicht hergibt dann einfach schräg bis waagrecht halten.

Nach der 1. Grundierung gut ablüften lassen für ca. 20 Minuten und dann entweder mit Füller überlackieren oder nach dem Aushärten kurz anschleifen und danach füllern.

Farbe

Der Tiefengrund wird mit einer Deckenbürste großzügig aufgestrichen. Um künstliche Unterschiede auf der Fläche zu vermeiden einfach aufpassen, dass auch wirklich alle Stellen erreicht werden. Bei manchen Untergründen ist eine Wiederholung nötig. Nachdem die Grundierung vollständig eingezogen und getrocknet ist, kann die Wandfarbe aufgestrichen werden.

Malgrund

Mit einem großen Pinsel oder einer Farbrolle sollte die Grundierung immer in mehreren Schichten dünn aufgetragen werden, damit sie sich nicht auf der Rückseite der Leinwand durchschlägt. Grundiert werden nur die Vorderseite und die Ränder der Leinwand. Die Rückseite wird ausgespart um mit der Leinwand flexibel zu bleiben. Geraten wird, von der Bildmitte kreisförmig nach außen zu arbeiten, damit sich die Leinwand durch die aufgebrachte Feuchtigkeit zusammenzieht und anspannt.

Die Grundierung kann mit Wasser verdünnt werden, dann verankert sie sich besser mit dem Malgrund. Die Leinwand saugt dann bei den folgenden Grundierschichten weniger von dem Bindemittel auf. Eine elastische und widerstandsfähigere Grundierung ist das Ergebnis.
Nach der ersten Grundierung muss diese unbedingt trocken sein, bevor eine nächste Grundierschicht erfolgt. Streicht man über die noch feuchte Grundierung, würde diese sich in den Malgrund hineinziehen und die Flexibilität der Leinwand wäre dahin. Der Malgrund würd zu stark an Gewicht zunehmen, was dem Keilrahmen schaden könnte und die Grundierung würde zu lange zum Trocknen brauchen.

Bei der zweiten Grundierschicht wird der Anteil an Grundierfarbe erhöht und auch wieder gut trocknen gelassen. Je nach Malgrund kann die Grundierung aus drei bis fünf Schichten bestehen. Hat man mehr Grundierschichten zu machen, kann die Grundierfarbe für die zweite Lage mit Wasser im Verhältnis 1:3 verdünnt werden. Bei fünf Grundierschichten ist ein Mischungsverhältnis von 1:4 ratsam. Nach der Grundierung sollten alle Poren der Leinwand dicht verschlossen sein. Hält man die Leinwand gegen das Licht und sieht noch Lücken, dann muss nachgebessert werden.

3Beauty Grundierungen

Beauty Grundierungen

Lidschatten

Die Haltbarkeit des Lidschattens auf dem Auge wird durch die Lidschattengrundierung verlängert. Diese Grundierungen gibt es in Tuben, Tiegeln und in Stiftform in Drogerien zu kaufen. Die Lidschatten-Base wird auf das gesamte, fettfreie Auge aufgetragen und mit einem Aplikator oder dem sauberen kleinen Finger verteilt. Als alternative kann auch ein Concealer mit ähnlich guten Ergebnissen eingesetzt werden oder ein heller Lidschatten in Pulverform, der über das gesamte bewegliche Augenlid aufgetragen wird.

Nagellack

Vor dem eigentlichen lackieren des Nagels sollte immer ein Unterlack, auch Basecoat genannt verwendet werden. Dadurch hält der Nagellack länger und die Farbe lässt sich besser auftragen. Wichtig ist, dass der Unterlack richtig ausgetrocknet ist, bevor der eigentliche Farbaufstrich kommt.

Lippen

Mit einem Foundation-Pinsel in die Grundierung tippen und diese auf den Lippen verteilen. Jetzt kann sich in den Lippenfältchen der Lippenstift nicht mehr so leicht absetzen und die Lippenfarbe hält länger und besser.

Make up

Vor dem eigentlichen Make up, wird eine hauchdünne, neutrale Basis nach der Tagespflege aufgetragen. Begonnen wird in der Gesichtsmitte und dann arbeitet man sich nach außen vor. Mit einem kompakten Pinsel lässt sich der Primer am besten verteilen. Eine erbsengroße Menge reicht schon aus um das komplette Gesicht zu primen.

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